← Alle Beiträge

Julian WandelAktualisiert 13 Min. Lesezeit

Excel Dashboard veröffentlichen: 7 Wege im Vergleich

Excel Dashboard veröffentlichen: per Link, SharePoint, Teams, Website-Einbettung, Power BI oder Dashboard-Tool. Mit Vergleich, Anleitung und Datenschutz-Check.

  • Excel
  • Dashboard
  • SharePoint
  • Teilen
  • Power BI

Das Dashboard steht: Kennzahlen, Diagramme, Datenschnitte. Jetzt sollen Geschäftsführung, Team oder Kunden es sehen, am besten immer aktuell und ohne dass jemand an den Formeln dreht. Genau an diesem Punkt scheitern viele Excel-Dashboards. Die Datei geht per Mail raus, nach zwei Wochen kursieren fünf Versionen, und niemand weiß, welche Zahlen stimmen.

Dieser Artikel zeigt sieben Wege, ein Excel-Dashboard zu veröffentlichen, vom Anhang bis zur Einbettung auf einer Website. Du erfährst, welcher Weg interaktiv bleibt, welcher sich automatisch aktualisiert und worauf du beim Datenschutz achten musst.

„Kurz gesagt: Für die meisten Unternehmen ist ein Freigabelink über OneDrive oder SharePoint mit Leserechten der beste Start. Das Dashboard bleibt interaktiv und aktuell. Für ein Intranet oder eine Website lässt sich die Arbeitsmappe einbetten. Wichtig: Wer die Arbeitsmappe sieht, sieht meist auch die Rohdaten. Sollen Empfänger nur das Dashboard sehen, brauchst du eine getrennte Datei, Power BI oder ein Dashboard-Werkzeug.“

Die 7 Wege im Überblick

Weg Interaktiv Automatisch aktuell Rohdaten geschützt Aufwand Geeignet für
1. Datei per Mail ja nein nein gering einmalige Weitergabe
2. PDF oder Bild nein nein ja gering Monatsbericht, Ausdruck
3. Freigabelink OneDrive/SharePoint ja ja nein gering Team und Geschäftsführung
4. SharePoint-Seite oder Teams ja ja nein mittel Abteilung, Intranet
5. Einbetten in Website ja, eingeschränkt ja nein mittel Intranet, öffentliche Kennzahlen
6. Power BI ja ja ja hoch Unternehmen mit BI-Verantwortlichen
7. Dashboard-Werkzeug auf Excel-Basis ja ja ja gering KMU ohne BI-Team

Vor dem Veröffentlichen: die Checkliste

Egal welchen Weg du wählst, diese Punkte solltest du vorher klären.

Rohdaten: Wer darf was sehen?

Das Dashboard-Blatt liegt meist in derselben Datei wie die Rohdaten. Wer die Datei öffnen kann, kann in der Regel auch die anderen Blätter sehen, inklusive Kundennamen, Preisen oder Gehältern.

  • Ausgeblendete Blätter sind kein Schutz. Jeder mit Excel-Grundkenntnissen kann sie wieder einblenden.
  • Blattschutz schützt vor Versehen, nicht vor Neugier. Er verhindert Änderungen, aber nicht das Lesen.
  • Pivot-Tabellen speichern Daten im Cache. Selbst wenn du das Rohdatenblatt löschst, kann ein Doppelklick auf einen Pivot-Wert die zugrunde liegenden Zeilen wieder anzeigen, solange die Daten mit der Datei gespeichert werden.

Lösung: Trenne Rohdaten und Dashboard in zwei Dateien. Die Dashboard-Datei holt die Daten per Power Query aus der Rohdaten-Datei, und nur die Dashboard-Datei wird veröffentlicht. Prüfe vorher, ob dabei ganze Datensätze mitgeladen werden oder nur die nötigen Summen.

Weitere Punkte

  • Ist der Datenstand auf dem Dashboard sichtbar („Stand: 30.09.2026“)?
  • Ist das Dashboard-Blatt geschützt, Datenschnitte aber bedienbar?
  • Ist das Dashboard-Blatt als erstes Blatt und beim Öffnen aktiv gesetzt?
  • Funktioniert es in Excel im Web? Manche Funktionen (Makros, Power Pivot, einige Steuerelemente) laufen dort nicht.
  • Ist es auf einem kleineren Bildschirm und auf dem Handy lesbar?
  • Wer aktualisiert die Daten, und wie oft?

Weg 1: Datei per Mail verschicken

Der schnellste Weg: Datei anhängen, senden. Empfänger können filtern und rechnen wie du.

Die Nachteile wiegen aber schwer: Jede Mail erzeugt eine neue Kopie, die sofort veraltet. Empfänger sehen alle Blätter. Und Antworten wie „ich habe da mal was geändert“ erzeugen Versionschaos.

Geeignet für: eine einmalige Weitergabe an eine vertraute Person. Für regelmäßiges Reporting nicht empfehlenswert.

Weg 2: Als PDF oder Bild veröffentlichen

Über Datei → Exportieren → PDF/XPS-Dokument erstellen speicherst du das Dashboard-Blatt als PDF. Vorher unter Seitenlayout den Druckbereich auf das Dashboard setzen und Querformat sowie „Blatt auf einer Seite darstellen“ wählen.

  • Vorteile: sieht bei allen gleich aus, keine Rohdaten, gut für Archiv und Ausdruck.
  • Nachteile: nicht interaktiv, veraltet mit dem nächsten Monat.

Geeignet für: den Monatsbericht an Geschäftsführung, Beirat oder Bank, ergänzend zu einem interaktiven Weg.

Weg 3: Freigabelink über OneDrive oder SharePoint

Der beste Standardweg für Teams im Microsoft-365-Umfeld. Es gibt nur eine Datei, alle sehen dieselbe aktuelle Version im Browser.

So gehst du vor:

  1. Speichere die Dashboard-Datei in OneDrive for Business oder in einer SharePoint-Bibliothek.
  2. Klicke in Excel oben rechts auf Freigeben oder im Browser auf die drei Punkte neben der Datei und dann auf Freigeben.
  3. Wähle unter den Linkeinstellungen Bestimmte Personen oder Personen in deiner Organisation und stelle die Berechtigung auf Kann anzeigen.
  4. Kopiere den Link oder schicke ihn direkt an die Empfänger.

Empfänger öffnen das Dashboard in Excel im Web, ohne eigene Excel-Installation. Datenschnitte und Zeitachsen lassen sich in der Regel auch in der Leseansicht bedienen, ohne dass sich die Datei für andere ändert. Teste das vor dem Versand mit einem Kollegen, der nur Leserechte hat.

  • Vorteile: eine Version, immer aktuell, Zugriff steuerbar und widerrufbar.
  • Nachteile: Leser sehen alle Blätter der Datei. Externe brauchen je nach Einstellung ein Microsoft-Konto oder einen Gastzugang.

Weg 4: In SharePoint oder Microsoft Teams einbinden

Wenn ein Team das Dashboard täglich nutzt, sollte es dort liegen, wo das Team ohnehin arbeitet.

  • Teams: Im Teams-Kanal oben auf + klicken, die Excel-App wählen und die Dashboard-Datei als eigene Registerkarte hinzufügen. Das Dashboard ist dann einen Klick entfernt.
  • SharePoint-Seite: Auf einer SharePoint-Seite einen Webpart für Dateien bzw. Dokumente einfügen und die Excel-Datei auswählen. So erscheint das Dashboard direkt auf der Intranetseite der Abteilung.
  • Dokumentbibliothek: Die Datei in der Bibliothek oben anheften, damit sie nicht zwischen anderen Dateien untergeht.

Die Berechtigungen richten sich nach der Bibliothek bzw. dem Team. Prüfe, ob wirklich alle Mitglieder die Rohdaten sehen dürfen.

Weg 5: Auf einer Website oder im Intranet einbetten

Excel-Arbeitsmappen aus OneDrive oder SharePoint lassen sich per iframe in eine Webseite einbetten. Besucher sehen das Dashboard direkt auf der Seite und können je nach Einstellung filtern und sortieren. Wenn du die Datei aktualisierst, sehen sie automatisch die neue Version.

Mit OneDrive (privat)

  1. Die Datei auf der OneDrive-Website mit der rechten Maustaste anklicken und Einbetten wählen.
  2. Generieren klicken und den iframe-Code kopieren.
  3. Den Code in den HTML-Bereich deiner Website oder deines CMS einfügen.

Mit SharePoint oder OneDrive for Business

Hier erzeugst du einen anonymen Link (sofern deine Organisation das erlaubt) und hängst Parameter an die URL an:

Parameter Wirkung
action=embedview zeigt die Arbeitsmappe als eingebettete Ansicht
wdHideSheetTabs=True blendet die Blattregister aus, Leser sehen nur ein Blatt
wdHideGridlines=True blendet die Gitternetzlinien aus
wdDownloadButton=False entfernt die Schaltfläche zum Herunterladen
Item=Dashboard öffnet direkt das Blatt oder den benannten Bereich „Dashboard“

Wichtig: Eine eingebettete Arbeitsmappe ist für jeden mit Zugriff auf die Seite sichtbar. Ausgeblendete Blattregister verhindern nicht, dass jemand mit dem Link an die Datei gelangt. Bette deshalb nur eine Datei ein, die ausschließlich veröffentlichungsfähige Daten enthält. Viele Unternehmen deaktivieren anonyme Links in SharePoint aus Sicherheitsgründen, kläre das vorher mit der IT. Teste die Einbettung immer in einem privaten Browserfenster.

Screenshot: Einbetten-Dialog und URL-Parameter (vor Veröffentlichung selbst erstellen)

Weg 6: Mit Power BI veröffentlichen (Stand 2026)

Viele ältere Anleitungen empfehlen die Schaltfläche „In Power BI veröffentlichen“ direkt in Excel. Die gibt es nicht mehr: Microsoft hat sie ab August 2024 aus Excel in Microsoft 365 entfernt, und in Excel 2024 ist sie nicht enthalten. Zudem wurde 2026 der alte Weg abgeschaltet, Excel- und CSV-Dateien über die Erstellen-Seite im Power BI Service zu importieren. Modelle, die so angelegt wurden, aktualisieren sich seit dem 31. Juli 2026 nicht mehr und laden seit dem 31. August 2026 nicht mehr.

Was heute funktioniert:

  1. Excel als Datenquelle im Power BI Service: Die Excel-Datei auf OneDrive oder SharePoint speichern. Im Power BI Service im Arbeitsbereich über Neues Element → Semantisches Modell → Excel die Datei auswählen. Power BI übernimmt Tabellen und Datenmodell, und du baust den Bericht in Power BI neu.
  2. Power BI Desktop: Die Excel-Datei als Datenquelle laden, den Bericht in Power BI Desktop gestalten und im Power BI Service veröffentlichen.

Wichtig: In beiden Fällen wird nicht dein Excel-Dashboard veröffentlicht, sondern ein neuer Power-BI-Bericht auf Basis deiner Excel-Daten. Das Layout baust du in Power BI noch einmal.

  • Vorteile: Leser sehen nur den Bericht, nicht die Rohdaten. Zeilenbasierte Berechtigungen, geplante Aktualisierung, mobile App.
  • Nachteile: neues Werkzeug mit Einarbeitung, Lizenzen für Ersteller und in der Regel auch für Leser, Aufbau eines Datenmodells.

Geeignet für: Unternehmen mit BI-Verantwortlichen, die Power BI ohnehin einführen wollen. Einen Vergleich mit Alternativen findest du unter Power BI Alternative für Excel-Daten .

Weg 7: Dashboard-Werkzeug auf Excel-Basis

Zwischen „Datei teilen“ und „BI-Projekt“ gibt es einen dritten Weg: Werkzeuge, die direkt auf deiner Excel-Datei aufsetzen und das Dashboard als eigene Webseite veröffentlichen.

Mit squelio verbindest du die Excel-Datei per Upload oder SharePoint. Du beschreibst in Alltagssprache, was du sehen willst, und die KI baut ein Dashboard mit Kennzahlen, Diagrammen und Tabellen. Daneben schreibst du Kommentare zur Einordnung. Veröffentlicht wird per Einladung: Empfänger öffnen das Dashboard im Browser und sehen nur, was darauf steht, nicht die Rohdaten. Deine Excel bleibt die Quelle und wird nicht verändert.

  • Vorteile: keine Rohdaten für Leser, kein Layout-Bau, Zugriff pro Person steuerbar, Betrieb in einer europäischen Cloud-Region.
  • Nachteile: zusätzliches Werkzeug, weniger Gestaltungsfreiheit als Power BI, nicht für jede Excel-Sonderlogik gemacht.

Excel-Dashboard ohne Rohdaten teilen

Verbinde deine Excel und lade Empfänger ein — sie sehen nur das Dashboard, nicht die Datei.

Kostenlos ausprobieren

Aktualisierung und Datenschutz

So bleibt das veröffentlichte Dashboard aktuell

  • Freigabelink, SharePoint, Teams, Einbettung: Alle zeigen die gespeicherte Datei. Sobald du die Datei mit neuen Daten speicherst und die Pivots aktualisiert hast, sehen alle die neue Version.
  • Pivot-Tabellen vor dem Speichern aktualisieren: Daten → Alle aktualisieren, sonst zeigt das veröffentlichte Dashboard alte Werte. Alternativ in den PivotTable-Optionen „Aktualisieren beim Öffnen“ aktivieren.

Externe Verbindungen: Daten aus anderen Dateien oder Datenbanken aktualisieren sich in Excel im Web nicht immer automatisch. Plane einen festen Termin, an dem jemand die Datei in Excel öffnet, aktualisiert und speichert, oder automatisiere es. Wie das geht, zeigt Excel Auswertungen automatisieren .

  • Datenstand anzeigen: Eine Zelle mit dem Datum der letzten Aktualisierung verhindert, dass jemand unbemerkt mit alten Zahlen arbeitet.

Datenschutz beim Veröffentlichen

  • Gib nur so viel frei wie nötig: bestimmte Personen statt „Jeder mit dem Link“.
  • Prüfe die Datei auf personenbezogene Daten, bevor sie ein größerer Kreis sieht.
  • Öffentliche Einbettungen nur mit Daten, die wirklich öffentlich sein dürfen.
  • Überprüfe Freigaben regelmäßig und entziehe Zugriffe, wenn jemand das Team verlässt.

Für unternehmensweite Kennzahlen mit Plan und Ampel lohnt der Blick auf Excel Management Cockpit .

Häufige Fragen

Wie veröffentliche ich ein Excel-Dashboard im Internet?

Speichere die Datei auf OneDrive oder SharePoint und nutze die Funktion Einbetten. Den erzeugten iframe-Code fügst du in deine Website ein. Die Datei sollte dann nur Daten enthalten, die öffentlich sein dürfen.

Kann ich ein Excel-Dashboard teilen, ohne die Rohdaten zu zeigen?

Mit Excel selbst nur eingeschränkt: Trenne Rohdaten und Dashboard in zwei Dateien oder veröffentliche als PDF. Vollständig ohne Rohdaten geht es mit Power BI oder einem Dashboard-Werkzeug, das nur die Anzeige teilt.

Funktionieren Datenschnitte in Excel im Web?

Ja, Datenschnitte und Zeitachsen funktionieren in Excel im Web. Ob Leser mit reinen Anzeigerechten filtern können, hängt von der Freigabe und bei Einbettungen von der Option „Interaktion zulassen“ ab. Teste es mit einem Konto, das nur Leserechte hat.

Gibt es „In Power BI veröffentlichen“ in Excel noch?

Nein. Microsoft hat die Funktion ab August 2024 aus Excel entfernt. Excel-Daten kommen heute über den Power BI Service oder Power BI Desktop in Power BI.

Brauchen Empfänger eine Excel-Lizenz?

Für das Anzeigen über einen Freigabelink oder eine Einbettung reicht ein Browser. Je nach Freigabeeinstellung brauchen Externe ein Microsoft-Konto oder einen Gastzugang.

Wie verhindere ich, dass jemand das Dashboard verändert?

Gib nur Leserechte frei und schütze zusätzlich das Dashboard-Blatt. Bei Einbettungen kannst du die Interaktion einschränken und den Download-Button ausblenden.

Fazit

Ein Excel-Dashboard zu veröffentlichen heißt vor allem: eine Version für alle statt vieler Kopien. Für die meisten Teams ist der Freigabelink über OneDrive oder SharePoint mit Leserechten der beste Start, ergänzt um Teams oder SharePoint für den täglichen Zugriff und ein PDF für den Monatsbericht. Einbettungen eignen sich für Intranet oder Website, aber nur mit unkritischen Daten.

Die größte Falle sind die Rohdaten in derselben Datei. Wenn Empfänger nur das Dashboard sehen sollen, trenne die Dateien oder nutze ein Werkzeug, das nur die Anzeige veröffentlicht. Wie du das Dashboard selbst aufbaust, zeigt Excel Dashboard erstellen in 7 Schritten .